Althaus kehrt zurück

Großes Aufsehen erregte der Skiunfall von Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus am 01. Januar 2009. Er prallte beim Ski-Fahren mit einer 41-jährigen Frau zusammen, die daraufhin verstarb, Althaus selbst erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Der Fall erregte vor allen Dingen deshalb Aufsehen, weil es zum Einen um eine politische Größe ging, zum Anderen zeigt er deutlich, wie wichtig das Tragen von Helmen auch beim Skifahren ist. Nicht nur Radfahrer laufen permanent Gefahr, sich zu verletzen, auch Skifahrer kann es treffen, wie der Fall Althaus zeigt.

Althaus selbst konnte sich mittlerweile erholen und die Ärzte sprechen sogar davon, dass er noch vor der Sommerpause in die Politik zurück kehren kann. Allerdings bleibt fraglich, wie weit er sich dort einbringen können wird, denn letztendlich leidet er auch heute noch unter starken Konzentrationsproblemen, sodass längere Gespräche ihn schnell überfordern. Seine Partei wird es ihm jedoch danken, wenn er möglichst schnell ins Amt zurück kehrt, denn auch in Thüringen sind noch in diesem Jahr Wahlen zum neuen Landtag.

Bleibt zu hoffen, dass Althaus aus dem Skiunfall gelernt hat und auch allen Mitbürgern ein Vorbild sein wird, künftig nie ohne ausreichenden Schutz auf die Skier zu steigen. Denn wie drastisch das Ganze enden kann, trägt man keinen Helm, hat der Fall eindeutig bewiesen. Einige Experten diskutieren dabei sogar schon darüber, ob es nicht zu einer gesetzlich vorgeschriebenen Helmpflicht kommen sollte, die vor genau solchen Unfällen schützen kann. Doch ob diese Gesetzesentwürfe sich dauerhaft wirklich behaupten können werden, bleibt mehr als fraglich. Denn die Bürger lassen sich gerade in den sportlichen Aktivitäten, die sie in ihrer Freizeit ausüben, nur äußerst ungern bevormunden. Schließlich nutzt auch kaum jemand den Fahrradhelm, zumindest Erwachsene sieht man nur äußerst selten mit einem solchen. Die Kinder werden bestens geschützt, an sich selbst denken die Eltern jedoch nur selten, dabei sollten sie es sein, die mit gutem Beispiel voran gehen, wie beim Radfahren, so dann eben auch beim Skifahren.

Die Gesundheit ist nun einmal unser höchstes Gut, welches wir entsprechend beschützen sollten. Denn grundsätzlich sind wir doch alle Tag für Tag zahllosen gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt, angefangen bei den Tonern und Tintenpatronen, über die Abgase, die die Autos ausstoßen, bis hin zu eben jenen Unfällen, zu denen es in der Freizeit schnell einmal kommen kann. Damit nun nicht mehr als unbedingt nötig passiert, sollte man derartige Unfälle, wie sie gleich zu Beginn des Jahres durch die Medien gingen, nicht noch unterstützen, sondern vielmehr alles daran setzen, diese zu vermeiden. Denn schließlich will kaum jemand mit Gedächtnisverlust im Krankenhaus liegen, monatelang seinen Alltag nicht mehr leben können und mehr. Hinzu kommt bei derart langen Krankheiten, dass man mit einem nicht unerheblichen Verdienstausfall klar kommen muss. Denn der Arbeitgeber zahlt den vollen Lohn höchstens für sechs Wochen, danach erhält man nur noch das Krankengeld, welches doch deutlich geringer ausfällt, als der normale Lohn.

Damit also die Unfälle nicht die Gesundheit beeinflussen und den einen oder anderen zudem noch in den finanziellen Ruin stürzen, sollte man auf jeden Fall versuchen, die einzelnen Sportarten entsprechend mit Vorsicht und Bedacht auszuüben. Nur so wird man sich dauerhaft vor extremen Schäden und Krankheiten schützen können und gleichermaßen sein Leben in aller Ruhe und in gewohntem Maße weiter erleben können. Generell sind hierbei die Vorschläge der jeweiligen Krankenkassen und Gesundheitsorganisationen zu beachten, denn diese wissen genau, worauf man beim Sport oder anderen Freizeitaktivitäten achten sollte und welche Maßnahmen sinnvoll bzw. sinnfrei sind. Andernfalls kann es schnell dazu kommen, dass man eben doch etwas ähnlich Schlimmes wie Althaus erlebt. Dabei ist es mit der eigenen Krankheit, dem Gedächtnisverlust und den Konzentrationsproblemen alleine nicht getan. Denn schlussendlich muss Althaus auch damit leben, dass bei eben diesem Zusammenstoß ein anderer Mensch ums Leben gekommen ist. Mit dieser Schuld leben zu müssen, dürfte wohl die größte Strafe sein, wenn man so etwas erlebt hat.